5. Kuratoriumssitzung, Sommer 2009
afwn im Zeichen der Burg:
zu Gast bei der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE
Hans-Peter Schmidt, Vorsitzender des Aufsichtsrats der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE, hatte das Kuratorium des afwn in die Generaldirektion im Nürnberger Business Tower eingeladen.
Drei Themen bestimmten den Gedankenaustausch: der Fachbereich im Verständnis einer Marke, Kulturkompetenz mit dem ins Studium integrierten Programm „WiSo Culturale“ und das Werben um High-Potential-Studierende in der Metropolregion.
Diese Schwerpunkte nahmen die afwn-Kuratoriumsmitglieder bei ihrer letzten Sitzung zur konzeptionellen Bearbeitung als Hausaufgaben mit. Die entsprechend gebildeten Arbeitsgruppen präsentierten nun etwa ein Jahr später beeindruckende Ergebnisse.
Der Fachbereich als Marke
Den Markenkern des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften als Botschaft nach außen zu tragen und „emotional umzusetzen, so dass es auch bei den Leuten ankommt“, ist die Herausforderung, wie es afwn-Kuratoriumspräsident Theophil Graband damals formulierte.
Wie dieser Weg zur Markenbildung beschritten werden kann, skizzierte Prof. Dr. Michael Amberg. Er hatte bei seiner Ideenfindung Unterstützung von Rainer Eckert, Theophil Graband und Jürgen Kohstall. Schwierigster Punkt dabei war das Definieren der Marken-Aussage, das Formulieren eines Begriffes, der als Einheit zusammenfasst und dabei allen Anforderungen an den Markenbegriff standhält und darüber hinaus noch Leitmotiv-Charakter hat. Am Ende – wie es das Lehrbuch verlangt – steht dann eine Wort-Bild-Marke, die den Auftritt des Fachbereiches auch optisch untermauert.
Nur soviel sei zu diesem Zeitpunkt schon genannt: die Diskussion war als Aufforderung zum Weitermachen und Fein-Schliff zu verstehen. Man darf gespannt sein!
WiSo Culturale
Letztlich nur noch ein Abnicken brauchte der detaillierte Programmvorschlag mit dem Überbegriff WiSo Culturale. Die Arbeitsgruppe rund um Rainer Ostermaier (mit Prof. Dr. Michael Amberg und Wolfgang Graf zu Castell-Castell) hatte sich der anspruchsvollen Aufgabe angenommen, ein Veranstaltungsmodul „Kunst und Kultur für Wirtschaftswissenschaftler, insbesondere Bachelor-Studierende“ zu entwickeln. Kulturkompetenz vermitteln in Kooperation mit den Kulturinstitutionen der Stadt Nürnberg ist das Ziel.
Das Programm ist bereits so praxisnah formuliert, dass es nun an die Umsetzung zum Start im Wintersemester 2009/10 gehen kann. Die Kick-off-Veranstaltung ist bereits für Oktober angesetzt – wir werden auf dem Laufenden halten!
Anwerben von High-Potentials
Als weiteren Baustein zur Aufwertung des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften skizzierte Prof. Dr. Martina Steul-Fischer ein Prozess-Modell, um Schulabgängern und Studierenden mit überdurchschnittlichen Qualifizierungen gerade den Nürnberger Fachbereich der Wirtschaftswissenschaften schmackhaft zu machen.
Wäre doch ein 1-a-Qualitätssiegel für den Fachbereich, wenn sich anerkennend herumspricht, welch führende Köpfe „Studium-Kinder“ der Nürnberger Metropolregion sind.
Wie ist der Begriff High-Potential zu definieren, wenn es außer der Abiturnote kein anerkanntes Bewertungskriterium gibt? Wie lassen sich bereits bestehende Ansätze des Fachbereiches mit neuen Bausteinen kombinieren? Keine leichte Aufgabe, die sie sich Martina Steul-Fischer zusammen mit Sonja Fischer und Dr. Michael Seyd vorgenommen haben, will man vor allem jenseits von Stadt und Region auf sich aufmerksam machen.
Studieninformationstage, Recruiting-Service, Mentoren- und Patenschaftsprogramm werden ja bereits gewinnbringend praktiziert. Unerlässlich sei jedoch die Entwicklung eines Auswahlverfahrens durch eine ebenfalls noch zu beschreibende Kommission. Potenzial an sich hat man ja genug: zum einen sind da die zahlreichen Bewerber für den Start ins Studium, zum anderen mag es ja sein, dass unter den bereits Immatrikulierten ein Kandidat nur noch keine Chance hatte, seine High-Potential-Qualifikation ins rechte Licht zu rücken.
Kurz vor Serienreife
Mit den Präsentationen der Projektgruppen zeigte sich das afwn-Kuratorium als schlagkräftiges und kompetentes Gremium, die Anliegen rund um den Fachbereich konstruktiv voranzutreiben. Alle Gedanken zeichnen sich durch Realitätsnähe und Praktikabilität aus. Das Tuning kann beginnen!
So wird es bei der Kuratoriumssitzung 2010 – Professor Dieter Kempf lädt zur DATEV ein – bestimmt schon die ersten Erfahrungsberichte geben.
Gastgeber Hans-Peter Schmidt, Vorsitzender des Aufsichtsrats der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE