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2. Kuratoriumssitzung, Frühjahr 2006

afwn-Kuratoriumssitzung Frühjahr 2006
Was bringen die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge der Wirtschaft?

Das Kuratorium des afwn e.V. traf sich am 17. Februar zu seiner großen Jahressitzung 2006. Schwerpunkt der Veranstaltung waren Information und Diskussion rund um die bevorstehende Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge an der Nürnberger WiSo-Fakultät.

Die WiSo stellt die Diplom-Studiengänge ein! Was verbirgt sich hinter dieser provokativen Schlagzeile, die jüngst immer lauter aus der größten der elf Fakultäten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg dringt? Diese Frage interessiert zunächst natürlich alle die, die im Wintersemester 2006/07 ihr Studium in Nürnberg beginnen wollen. Wenn auch mit etwas Zeitverzögerung ist diese Frage aber ebenso für die Unternehmen wichtig, die ja aus den neuen Studiumseinsteigern in wenigen Jahren schon ihre Mitarbeiter rekrutieren werden.
Das Kuratorium des afwn nutzte deshalb sein Treffen dazu, sich jetzt schon aus erster Hand über die bevorstehenden Neuerungen zu informieren und mit seinen Unternehmensvertretern zu erörtern, was die neuen Studienabschlüsse für die Unternehmen bedeuten können.

In ausführlichen Präsentationen gaben Dekan Prof. Dr. Klein und die Professoren Dr. Wigger, Dr. Voigt, Dr. Scheffler und Dr. Diller einen kleinen Vorgeschmack, wie sich das Portfolio der Studienmöglichkeiten an der WiSo in den nächsten Semestern darstellen wird. Generell gilt: Die Diplom-Studiengänge werden entfallen, dafür beginnen im Wintersemester 2006/07 die neuen Bachelor-Studiengänge, ein Jahr später folgen dann die neuen Master-Studiengänge.
Der „Bachelor of Arts“ in den Wirtschaftswissenschaften soll die Studiengänge BWL, VWL, Wirtschaftsinformatik und -pädagogik integrieren. Es wird sich um ein stärker „verschultes“ Studium mit einer Assessmentphase und einer Bachelorphase handeln, bei denen der Student pro Semester eine definierte Zahl so genannter ECTS-Einheiten erwerben muss (ECTS = European Credit Transfer System).
Die vielschichtigen Masterprogramme werden die bisherigen Diplomstudiengänge ablösen. Das Konzept beinhaltet so die bereits praktizierten Master-Studiengänge, die Überführung der bestehenden Diplom-Studiengänge sowie die Entwicklung neuer Master-Studiengänge. Konkrete Beispiele hierzu gaben Prof. Dr. Scheffler mit dem „Master of Taxation“ und Prof. Dr. Diller mit dem „Master of Marketing Intelligence“.

Die angeregte Diskussion des Kuratoriums machte deutlich, dass die Unternehmen eine klare Profilierung und Positionierung der neuen Studiengänge seitens der Fakultät wünschen. Denn ein derartig reformiertes Studienkonzept wird für die Personalverantwortlichen bei der Rekrutierung der Absolventen viele neue Fragestellungen aufwerfen. Was bringt ein Bachelor, was bringt ein Master an Qualifizierung mit? Wie unterscheidet sich ein Bachelor einer Universität von dem einer anderen Institution? Wie sind Anforderungsprofile neu zu formulieren?
Schließlich müssen die künftigen Studierenden ja entscheiden, welchen Abschluss sie im Rahmen ihrer Berufswahl bevorzugen wollen!

Theophil Graband, Präsident des afwn-Kuratoriums: „Wie können Unternehmen die neuen Studienabschlüsse annehmen, wie können Absolventen mit den neuen Titeln eingesetzt werden?“

WiSo-Dekan Prof. Dr. Ingo Klein (Mitte): „Das Diplom in seiner jetzigen Form wird es nicht mehr geben.“

Das Kuratorium des afwn zu Gast im neuen Gebäude der WiSo-Fakultät

Ein wichtiges Thema für Personalentscheider: Jörg von Pappenheim (DATEV eG, links) im Gespräch mit den Professoren Scheffler und Diller

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