Heut bin ich gut aufgelegt, hach, wie bin ich aufgelegt, heute möchte ich einfach lustig sein – mit diesen klavieruntermalten Worten brachte „Mister Nostalgie“ Robert Kreis die Gäste beim afwn-Jahresempfang 2009 auf Kurs.
Gemäß dieser Stimmungsvorgabe ein großartiger Abend mehr in der Gepflogenheit, die Vereinsmitglieder, Freunde und Förderer der Fakultät und des Fachbereiches sowie dessen Mitarbeiter im Dehnberger Hoftheater zu empfangen. Für den afwn auch in seiner Wahrnehmung und in seinem Selbstverständnis ein erfolgreicher Abend, zumal sich von Jahr zu Jahr auffällig mehr „frischgebackene“ Alumni und auch Studierende auf den Weg nach Dehnberg machen.
Sich leger austauschen und dazu ein paar Happen Amüsement genießen ist die Devise des Abends. Und wenn Robert Kreis, seit vielen Jahren als „Mister Nostalgie“ gefeiert, auf der Bühne steht, ist schon nach wenigen Takten entspannende Unterhaltung für die nächsten Stunden garantiert. Mit spritzigen Parodien, Persiflagen und Couplets riss der „große Kleinkünstler“ seine Zuschauer auf eine fröhliche Stipvisite in die Zeit der 20-er und 30-er Jahre mit. Kreis machte Laune, wie er sagt, mit einem „Compotpouri“ aus Ausschnitten der Programme „Das frivole Grammophon“ und „Highlights“.
Der Holländer ist seit 35 Jahren unterwegs auf Bühnen im deutschsprachigen Raum. Die Weimarer Zeit, wie er bekennt „hat´s mir leidenschaftlich angetan, Couplets, Kabarret-Couplets, Chansons, Schlager, Parodien, Conferencen und Persiflagen, immer mit der Transferation nach heute, denn nichts war so modern wie die 20er Jahre“. Quasi als Beweis hatte Robert Kreis ein paar Zeugnisse aus den 20er Jahren im Gepäck, insbes. Magazine, die den Geist der damaligen Zeit festgehalten haben und unerschöpfliche Quelle seiner Inspiration sind.
„Theater“, so Kreis, „ist mein Leben“. Und warum das alles? Wie der Titel einer seiner CDs sagt: „Alles weg´n de Leut.“ Und die waren begeistert.